Über das Projekt - Teil 1

Jeder bzw. jede – ob hauptamtlich oder ehrenamtlich tätig – kennt die Situation: man engagiert sich in Beruf oder Freizeit, erkennt Verbesserungspotenzial in den Abläufen oder ärgert sich über Unzulänglichkeiten, macht weiter, ist vielleicht frustriert – aber sagt dennoch nichts. Es gehören keine hellseherischen Fähigkeiten dazu, dass dies auch auf unsere Pfarrgemeinde St. Peter bezogen werden kann. Auch hier gibt es viele Haupt- und Ehrenamtliche, die für eine lebendige Kirchengemeinde mit allen ihren Facetten steht. Von dieser Vielfältigkeit lebt unsere Gemeinschaft. Die Ressourcen, ebenso langjährige Erfahrungen sind ausreichend vorhanden. Aber: könnten sie effizienter eingesetzt werden? Oder welche Unterstützung ist notwendig, um dies zu erreichen? Die Antworten auf diese Fragen sind am einfachsten erhältlich, wenn man mit den Betroffenen redet und ihre Meinungen einholt.

Und das war der Ausgangspunkt der Überlegungen: wir befragen alle Betroffenen, also alle Hauptamtlichen und die Ansprechpartner sämtlicher Gruppierungen in unserer Pfarrgemeinde.

Hierzu wurde im November 2013 ein Projekt aufgesetzt, für das sieben Personen (allesamt Mitglieder des Pfarrgemeinde- oder des Verwaltungsrates / PGR und VWR) verantwortlich zeichnen. Der Projektname Konsul (von dem lateinischen consulere – befragen, zu Rate ziehen) soll auf dessen Inhalt hinweisen.

Zuerst wurden die potenziellen „Ratgeber“ identifiziert: 10 Hauptamtliche (also bei der Kirche angestellte Personen) und 27 ehrenamtliche Gruppierungen lassen auf eine aktive Pfarrgemeinde schließen.

Daneben wurde ein Fragebogen entwickelt, der einerseits so strukturiert wie nötig, andererseits aber so viel individuelle Freiheit wie möglich geben soll. Letztendlich wurde er auf drei Fragen fokussiert:

  • Mit welcher Maßnahme kann die Kirchengemeinde bzw. deren Gremien (PGR und VWR) Sie oder Ihre Gruppierung unterstützen, damit Ihre Arbeit noch wirkungsvoller wird und/oder Sie hierbei entlastet werden?
  • Welche Veränderungen sollten Ihrer Meinung nach in unserer Pfarrei durch den PGR und den VWR angegangen werden, um den künftigen Ansprüchen an eine lebendige Kirchengemeinde gerecht zu werden?
  • Was ich Ihnen darüber hinaus noch mitteilen möchte

Anfang Dezember 2013 haben die Projektteilnehmer die Fragebögen persönlich verteilt und hierbei Hinweise über Sinn, Zweck und Vorgehensweise gegeben (Besprechung innerhalb der Gruppierung, Priorisierung etc.).

Für die Rückgabe der Bögen wurde als Zeitpunkt Ende Januar 2014 angestrebt. Bis Mitte Februar konnte eine Rücklaufquote von rd. 90% erreicht werden.

Mittlerweile befindet sich das Projekt in der aufwändigen Phase der Auswertung, wofür ein Zeitfenster von zwei Monaten angesetzt wurde. Das „Ergebnis“ der Befragung soll dann ca. Mitte/Ende Mai 2014 zunächst den Gremien in einer gemeinsamen Sitzung von PGR und VWR präsentiert werden. Erste Umsetzungen von pragmatischen Vorschlägen sind hierbei bereits denkbar.

Grundsätzlich soll über die Machbarkeit bzw. die Priorisierung möglicher Umsetzungen durch die Räte in einem fortlaufenden Prozess entschieden werden.

Im Anschluss an die Gremiensitzung werden alle Hauptamtlichen sowie die Ansprechpartner der ehrenamtlichen Gruppierungen (also die Ratgeber) zu einer Informationsveranstaltung eingeladen.

In Teil 2 zum Projekt Konsul wollen wir dann – spätestens im Sommer 2014 - über Vorschläge und deren Umsetzungen berrichten.

Robert Maas im März 2014

für das Projektteam Konsul