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„Ewig Gebet“ mit dem neuen Gotteslob

Gott loben in der Stille“

Das Gebet gehörte von Anfang an zu den wichtigsten Ausdrucksformen des christlichen Glaubens. Christliches Gebet ist sprechender Glaube, nämlich Antworten auf das Wort Gottes.

Ab dem 10. Jahrhundert entstand in Klöstern die Tradition, in einer Kapelle Christus in Gestalt der Hostie anzubeten. Diese neue Gebetsform breitete sich vor allem durch Franz von Assisi und seinen Orden ab dem 11. Jahrhundert in ganz Europa aus.

Anbetung (lat.: adoratio) ist nach christlich-kultureller Auffassung die religiöse Verehrung Gottes. Die Ewige Anbetung ist eine alte Tradition der katholischen Kirche. Grundlage dafür ist der Glaube an die tatsächliche physische Gegenwart Jesu Christi bei der Eucharistiefeier.

Aus der Gebetsform der Anbetung entwickelte sich das Ewige Gebet vor dem in der Monstranz ausgesetzten Altarsakrament. Um die Präsenz Jesu in der Welt ständig gegenwärtig zu halten und sich immer daran zu erinnern, führte man eine Anbetung rund um die Uhr ein. Eingeführt wurde das Ewige Gebet in Deutschland von Johann Philipp von Walderdorff (1701–1768).

Die Tage des Ewigen Gebetes sind im Bistum im Laufe eines Jahres auf alle Kirchengemeinden verteilt. Es beginnt am Neujahrstag an zwei Orten im Bistum: in der Hohen Domkirche zu Trier und in der Liebfrauenkirche zu Koblenz und wird das Jahr hindurch, wo es noch möglich ist, von Pfarrei zu Pfarrei weiter getragen.

Unsere Pfarrgemeinden begehen „ihr“ Fest des Ewigen Gebetes jährlich am 21. (Bous St. Peter) bzw. am 22. Oktober (Ensdorf St. Marien).

Vor einigen Wochen hatten die Mitglieder des Liturgieausschusses nach den Sonntagsgottesdiensten die Pfarrangehörigen von Bous und Ensdorf um ihr Mitdenken zum Erhalt und der Form des Ewigen Gebetes im Oktober in unserer Pfarreiengemeinschaft eingeladen.

Unseren Dank an alle, die uns durch ihren Beitrag dabei unterstützt haben.

Den neuen Weg beschreiten

Der Tag wurde umrahmt von den beiden Hl. Messen zu Beginn und zum Abschluss des Bettages und einer gestalteten Andacht am Nachmittag.

Die Gebetszeiten dazwischen waren gedacht als stille Zeiten.

Dabei wurden an fünf „Gebetszentren“ im Kirchenraum Texte, Gebete und Lieder, u. a. aus dem neuen Gotteslob, Vorschläge zum persönlichen Beten angeboten. Die Themen sind „Taufe“, „Friede“, „Trauer“ und „Bibel“ sowie der zentrale Punkt die „Eucharistie“. Die Eucharistie in der ausgesetzten Monstranz zeigt uns, vor wem und zu wem wir stehen, in allen Lebenssituationen.

Die Reihenfolge der Stationen sowie die Verweildauer an den einzelnen Orten waren jedem freigestellt. Dies hat sich daraus ergeben, was die einzelnen Stationen einem sagen und welche Gedanken und Lebenssituationen einen persönlich gerade beschäftigten.
Unsere herzliche Einladung galt allen, den lange im Glauben Geübten, aber auch den Unsicheren und Zweifelnden und den Neugierigen.