Teil 1 - "Pilgern auf dem Jakobsweg nach Gräfinthal / Blieskastel”

Bericht über die 22. Fußwallfahrt

In den Tagen nach Christi Himmelfahrt pilgerten fast 50 Frauen und Männer aus Ensdorf von Kröppen in der Westpfalz über den pfälzischen Jakobsweg nach Gräfinthal im Mandelbachtal. Es waren gefüllte Tage mit Gedanken und Anregungen zum Thema: “Unterwegs mit allen Sinnen zu Maria”. Nicht nur ein sehr feuchter erster Pilgertag mit starken Regenschauern überraschte die Pilger auf ihrem Weg.

Auch Gedanken von Papst Franziskus über eine “Kirche als Feldlazarett” oder eine “zerbeulte Kirche” oder “Bürokratenchristen” überraschten und wurden bedacht. In Zitaten aus dem päpstlichen Schreiben “Evangelium Gaudium” bedachten die Pilger ihr eigenes Christsein.

Pfarrer Frank Werner, ehemaliger Kaplan in Ensdorf, gab dazu weitere Impulse an den einzelnen Gebetsstationen und Eucharistiefeiern.

Neben der konkreten Erfahrung am Christi Himmelfahrtstag, die erste Wegstrecke von gut sechs Kilometern “pitschnass” zu sein, wurde das “Fühlen, Sehen, Riechen, Hören und Sprechen” bedacht und mündete in das “Wahrnehmen und Fühlen des Herzens” beim Festgottesdienst am Samstag in der Pfortenkapelle des Benediktinerpriorats in Gräfinthal. Hier wurde lange das Bildnis “Unserer lieben Frau mit den Pfeilen” verehrt, bis es in Kriegswirren nach Blieskastel gebracht wurde. Nicht nur in Gräfinthal wurden die Pilger in den Kirchen und Gemeinden unterwegs freundlich aufgenommen.