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Verabschiedung Kaplan Johannes Cavelius

Eine Person gießt Wasser aus einem Glaskännchen über die Hände einer anderen Person. Unter den Händen wird eine Schale gehalten. Die liturgische Handwaschung findet am Altar während der Messfeier statt.
Datum:
1. Nov. 2026
Von:
Johannes Cavelius

Liebe Schwestern und Brüder,

das Kirchenjahr neigt sich dem Ende zu. Der Monat November erinnert uns daran, dass Leben auch immer etwas mit Abschied nehmen und loslassen zu tun hat.

Nach fünf Jahren im Pastoralen Raum Saarlouis hat mich unser Bischof Stefan zum 01. Dezember
dieses Jahres zum Kooperator im Pastoralen Raum Simmern ernannt. Damit heißt es nun auch für
mich Abschied zu nehmen. Diese Zeit, die ich hier bei Ihnen verbringen durfte, ist von der
Erfahrung des Anfangs geprägt. Hier im Pastoralen Raum Saarlouis durfte ich meine ersten
Erfahrungen als Priester sammeln und vertiefen. Diese Erfahrungen der Anfangszeit werden mich
auf meinem weiteren Weg begleiten. So habe ich in der Auszeit durch den gebrochenen Fuß und die
Augenerkrankung erfahren können, was es heißt, krank und hilfsbedürftig zu sein und trotzdem
nicht vergessen zu werden. Das Verständnis und die große Geduld vieler Mitmenschen haben mir in
dieser Zeit Mut, Kraft und Trost geschenkt. Auch die Erfahrung, nach einer so langen Zeit der
Unterbrechung wieder in den Dienst zurückzukehren, war für mich absolut neu. Auch hier erfuhr
ich Stütze und Rückhalt, aber auch Rücksichtnahme und Verständnis von vielen. So stand plötzlich
in allen Sakristeien ein Messbuchständer für mich zur Verfügung, um nur ein Beispiel zu nennen.
Eine besonders eindrückliche Erfahrung war das große Vertrauen, welches mir als frisch geweihter
Priester entgegengebracht wurde. In einem sowohl städtisch als auch ländlich geprägten Pastoralen
Raum habe ich so viele von Ihnen ein Stück auf Ihrem persönlichen Glaubensweg begleiten
können. Besonders möchte ich an dieser Stelle den Beichtdienst in St. Ludwig erwähnen. Zu
erleben, mit welch großer Ehrlichkeit und Ernsthaftigkeit sich Menschen verschiedenen Alters um
die Beziehung mit Jesus bemühen, ist eine prägende Erfahrung.

Sicherlich ist es auch niemandem von Ihnen entgangen, wie wichtig mir die Feier der Heiligen
Messe ist. Es war prägend zu erleben, wie feierlicher Gesang, festliches Orgelspiel und
gemeinsames Feiern des Glaubens anstecken und begeistern kann. Dies alles und vieles Unbenannte
aber sehr Schöne endet nicht, sondern ist Teil von mir geworden und wird mich an meine neue
Stelle begleiten.

Danke allen, die durch ihre Dienste und ihr großes Engagement, ob haupt- oder ehrenamtlich, gerne
ihren Beitrag geleistet haben. Danke für die gute Zusammenarbeit und die zahlreichen guten
Gespräche sowie konstruktive Kritik, an der ich wachsen konnte.

Ein ganz herzliches Dankeschön möchte ich an dieser Stelle auch dem Leitungsteam unseres
Pastoralen Raumes sagen. An erster Stelle unserem Dekan Hans-Georg Müller, der mir in
mitbrüderlicher Art und Weise als Mentor zur Seite stand, Herrn Benedikt Achtermann für die gute
Zusammenarbeit und Frau Eva Eiden für das offene Ohr und die gute Beratung, in den
Verwaltungsangelegenheiten. Ihnen allen möge der Herr es vergelten.

Liebe Schwestern und Brüder, gemeinsam mit Ihnen allen möchte ich, am Freitag den 27.11 in der
Heiligen Messe um 18:30 Uhr in St. Josef Schwalbach, dem Herrn für diese Zeit Danken und
würde mich sehr freuen, mich dort beim anschließenden Empfang bei Ihnen persönlich
verabschieden zu können. Bis dahin wünsche ich Ihnen alles Gute und Gottes reichen Segen,

Ihr Kaplan Johannes Cavelius